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Ostern - die Cholesterinfalle?

Kaum jemand, der es nicht weiß:
Eier erhöhen den 'schlechten' LDL-Cholesterinwert und somit sind Folgekrankheiten wie Arteriosklerose und Schlaganfall Tür und Tor geöffnet.

Aber ist das wirklich so oder sitzen wir einem (Ernährungs-) Märchen auf?


Hier die Fakten:

Eier stecken voller hochwertiger und leicht verwertbarer Nährstoffe
Das Ei ist ein richtiger 'Fitmacher'. Unter seiner Schale verbergen sich hochwertige Proteine mit hohem Gehalt an essentiellen Aminosäuren, Fette mit ungesättigten Fettsäuren, lebenswichtige Spurenelemente und alle Vitamine außer Vitamin C. Außerdem liefert das Ei viele Mineralstoffe wie etwa Calcium, Selen und Eisen.


Energie aus dem Ei - das Protein
Besonders sein biologisch hochwertiges Protein, das vom menschlichen Organismus schnell in körpereigenes Protein umgesetzt werden kann, macht das Ei so wertvoll für die Ernährung. Außerdem enthalten Eier essentielle Aminosäuren, die dem Körper über die Nahrung zugeführt werden müssen. Sie erhöhen in Kombination mit anderen Speisen die biologische Wertigkeit der gesamten Nahrung. Das Ei liefert sozusagen die Bausteine, die der Körper zum Aufbau eigener Substanzen benötigt.


Vitamine und Mineralstoffe
Eine Fülle Vitamine stecken im Ei: A, E, K und Vitamine der B-Gruppe.

Vitamin A brauchen wir für das Wachstum, die Fortpflanzung,
die B-Vitamine stärken unseren Stoffwechsel,
Vitamin E stabilisiert die Zellmembranen.

Außerdem enthalten Eier Mineralstoffe wie Phosphor und Calcium (gut für Knochen und Zähne), Kalium (für Nerven und Muskulatur) sowie Eisen, das für einen optimalen Sauerstofftransport im Blut sorgt.


Cholesterin - Kein Problem!

(Quelle: "Moderne Ernährungsmärchen" von S.-D. Vogt, Prof. Dr. M.F. Vogt und D. Northmann aus dem Jahr 2004, Schlütersche Verlagsgesellschaft, Kapitel "Märchen rund ums Ei", S.133-140)

Ein zu hoher Cholesterinspiegel beim Menschen wird allgemein als Risikofaktor für bestimmte Krankheiten angesehen. Da Ei - allerdings nur im Dotter - Cholesterin enthält, ist es in früheren Jahren zu Unrecht in Verruf geraten. Grundsätzlich braucht der menschliche Körper aber Cholesterin und könnte ohne dieses nicht existieren. So bildet der Mensch ständig selbst Cholesterin, dessen Menge bei gesunden Individuen streng reguliert wird.

Neuere Studien zeigen nun folgendes:
  • Cholesterin, das mit der Nahrung aufgenommen wird, hat nur einen geringen Einfluss auf dessen Spiegel im Blut. Selbst eine drastische Reduktion der Cholesterinaufnahme kann den Blutcholesterinwert nur wenig senken. Umgekehrt bildet der Körper bei Zuführung von Cholesterin Stoffe, die die eigene Synthese von Cholesterin hemmen oder aktiviert Abbaumechanismen zur Ausscheidung von Cholesterin.
  • Lecithin, das neben Cholesterin ebenfalls im Dotter vorhanden ist und andere Nahrungsbestandteile wie Ballaststoffe hemmen die Aufnahme von Cholesterin aus Ei bzw. senken anderweitig den Cholesterinspiegel.
Insgesamt folgern die Autoren, dass Hühnereier keinen Einfluss auf den Cholesterinspiegel im Blut haben und die "American Heart Association" wird so zitiert, dass Cholesterin im Ei kein Risiko für den Herzinfarkt darstelle. Vielmehr zeigten weitere Studien, dass der Cholesterin-Spiegel im Blut in erster Linie von körpereigenen Mechanismen abhängig sei. Eine Zufuhr von Cholesterin aus Eiern wird demnach für gesunde Menschen als unbedenklich eingeschätzt.

Fazit: Das Ei nimmt wegen der oben geschilderten positiven ernährungsphysiologischen Eigenschaften im Vergleich zu früher eine wichtigere Position in der Ernährungspyramide des Menschen ein.

In diesem Sinne: Frohe Ostern!

 

     
 
   

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